männlich, kastriert
geb. ca. 2020
Schulterhöhe ca. 45 cm
Pudel
Pflegestelle in Sofia
anfangs zurückhaltend, verschmust, lebhaft
März 2025:
Wir möchten Euch unbedingt unseren wunderbaren, schlauen und kuscheligen Pudel Izzy präsentieren, der leider noch immer nach einem passenden Zuhause sucht. Ja, er hat ein paar Ecken und Kanten, aber ohne wär’s doch langweilig, oder? Man muss sich einfach in seine süßen Knopfaugen und das teddy-weiche Fell verlieben. Außerdem ist er ein so schlauer und verkuschelter kleiner Kerl, er hat seine Chance mehr als verdient!
Im November 2024 durfte Izzy auf seine Pflegestelle in Sofia ziehen, nachdem er in seinen ersten Lebensjahren unter schlechten Bedingungen als Kinderspielzeug gehalten wurde. Auch, wenn er notdürftig mit Impfungen und Futter versorgt wurde, durfte er in der wichtigen, prägungsähnlichen Phase des Welpenalters nicht viel kennenlernen, war nie richtiger Teil einer Familie und hat daher ein paar Defizite, was die schönen Seiten des Lebens angeht. Umso wichtiger ist es, dass wir endlich die Menschen finden, die die verlorenen Jahre nachholen, ihm ganz viel zeigen und noch mehr Schönes mit ihm erleben wollen!
In seiner Pflegestelle lebt er in einer Hundegruppe. Dort ist er gut angekommen und wurde in das Rudel integriert, obgleich er der einzige seiner zierlichen Größe ist und ihm das neue Leben und das viele Unbekannte manchmal etwas überfordern. Was sich sehr schnell gezeigt hat, ist, dass Izzy die Gesellschaft und Beständigkeit von Bezugsmenschen braucht und liebt. Mehr, als die Gesellschaft anderer Hunde. Er sucht ständig Körperkontakt und Nähe zu seinem Pflegefrauchen. Einerseits, weil er absolut verschmust ist, andererseits aber, weil ihm die Nähe seiner Vertrauten Sicherheit gibt. Sicherheit ist ein überaus wichtiger Punkt, denn ihr bisheriges Fehlen ist aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Grund für ein paar Baustellen, an denen mit Izzy gearbeitet werden müsste.
Izzys Reaktionen und Körpersprache zeigen, dass er große Angst davor hat, wieder verlassen zu werden. Kein Wunder, schließlich hat er in seiner vorherigen Familie nicht richtig dazugehört, hatte keinen festen Platz in der Gemeinschaft und konnte sich nicht darauf verlassen, dass ihm der notwendige Schutz geboten wird. Da würde sich doch jeder an den einzigen Strohhalm klammern und ihn nicht mehr loslassen, oder? Er zeigt sich in neuen Situationen unsicher – insbesondere auch beim Zusammentreffen mit fremden Menschen oder mit unbekannten Hunden. Vor allem an der Leine ist seine Unsicherheit deutlich erkennbar, denn da weiß er, dass er der Situation nicht entkommen kann. Dann rennt er lieber auf die fremden Menschen und/oder Hunde zu und bellt, frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“, statt zu warten, dass jemand die Situation für ihn regelt. Falls er sein Zielobjekt nicht erreichen kann, steigert sich sein Stress, dass er aus Verwirrung manchmal seinen eigenen Menschen anschnappt, beispielsweise an den Beinen (ein Maulkorb hat diese Situationen vorübergehend entschärft). Das ist für unsichere Hunde absolut kein untypisches Verhalten und hat nichts mit willkürlicher Aggression zu tun. Die Begegnungen mit fremden Menschen und Hunden kann, gemeinsam mit einer für ihn vertrauenswürdigen Bezugsperson, wunderbar trainiert werden, so dass er mit Begegnungssituationen souverän umgehen lernen wird.
Im Freilauf hatte Izzy anfangs auch Angst und wich nicht von der Seite seines Pflegefrauchens. Nach kurzer Zeit wurde er sichtlich entspannter, bewegte sich freier und konnte durch die Routinen Vertrauen fassen. Nun läuft er auch mit den anderen Hunden. Um sich selbst zu behaupten, beginnt er dann manchmal, andere Hunde etwas zu jagen und scheint leichtes Zwicken anzudeuten. Auch hier trägt er sicherheitshalber einen Maulkorb, damit er mit den anderen Hunden unbedenklich weiter Sozialverhalten und Kommunikation lernen kann. Ja, er ist noch nicht vollkommen entspannt und immer ein wenig auf der Hut, aber es zeigt doch, dass Izzy sich an der Seite einer Vertrauensperson mit Routinen und Regeln Sicherheit aufbauen und weiterentwickeln kann.
An der Straße wird Izzy auch durch laute und schnell vorbeifahrende Fahrzeuge verunsichert. Manchmal beginnt er, in ihre Richtung zu springen, sie anzubellen oder sich vor Nervosität im Kreis zu drehen.
Im Haus hat er zwei Mitbewohner (zwei Rüden), an die er sich gewöhnt hat. Mit einem versteht er sich gut, mit dem anderen eher weniger, aber sie haben gelernt, sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen. Die meiste Zeit des Tages verbringt Izzy ruhig auf dem Sofa. Wenn er aber etwas Verbotenes ins Maul nimmt oder auf Möbel klettert, auf denen er nicht sein darf (zum Beispiel mit den Vorderpfoten auf den Tisch, um nach etwas Essbarem zu suchen), verteidigt er seine Position oder das Objekt in seinem Maul. In solchen Momenten lässt er sich nicht kontrollieren, sondern beginnt zu knurren und wegzulaufen. Falls sein Mensch zu bestimmt reagiert, kann es sogar passieren, dass er droht und versucht zu schnappen. Er muss erst noch Manieren lernen und dass ihm niemand etwas wegnehmen will, aber – wie bereits erwähnt – ist er ja extrem schlau. Innerhalb kurzer Zeit hat er auf einer ihm fremden Sprache die Bedeutung von „Nein“, „Runter“, „Komm her“ verstanden und führt die Kommandos super aus, solange er nicht gerade etwas im Maul hat.
Pudel sind besonders arbeitswillige Hunde. In seinem jungen Leben durfte Izzy nicht viel lernen, wurde nicht beschäftigt und somit nicht ausgelastet. Daher konnte er anfänglich auch nicht allein bleiben. Er bellte oft die ganze Zeit oder zumindest so lange, bis er völlig erschöpft war. Jetzt, wo er besser betreut wird und seine Energie durch Spiel und Bewegung abbauen kann, hat sich dieses Verhalten deutlich verbessert. Mittlerweile bleibt er oft ruhig, wenn er allein ist. Daran sollte dennoch weitergearbeitet werden.
Auch das Hunde-1x1 muss Izzy noch lernen. Seine Highlights sind bisher Spaziergänge und als schlauer Kerl weiß er natürlich bereits beim Gang zur Tür, dass es gleich endlich losgeht.
Was für ein Zuhause braucht Izzy also? Er braucht im Idealfall
Auch mit seinen kleinen Baustellen ist Izzy ein sehr liebevoller Hund, ein richtig süßer kleiner Knopf, der endlich ein Zuhause braucht, in dem er gefördert, gefordert und respektiert wird. Er möchte sich doch bloß in seiner Familie einfügen und gesehen werden. Wer sucht einen richtigen Partner, der so gern sowohl kuschelt, als auch arbeitet und mit seinen Menschen wachsen möchte?
Izzy ist geimpft, gechipt, kastriert und bereit, seine Reise in ein eigenes liebevolles Zuhause anzutreten.
November 2024:
Izzy ist am Sonntag (24.11.) auf seiner Pflegestelle eingezogen. Hier wurde er nun in eine große Hundegruppe integriert, in der er der einzige seiner zierlichen Größe ist. Der kleine Junge hat sich verwundert die Augen gerieben, da ihm so ein Leben komplett unbekannt ist und ihn auch etwas überfordert. Er braucht Menschen, die ihm Stabilität und Verlässlichkeit bieten und einen ruhigen Umgang mit ihm pflegen. Dann zeigt sich recht schnell, wie menschenbezogen er ist. Er möchte immer bei seinem Menschen sein, liegt sehr gerne auf dem Schoß, auf dem Sofa – immer dicht dran am Objekt der Begierde, sozusagen.
Das Zusammenleben mit anderen Hunden kennt er nicht und braucht er auch nicht unbedingt. Im Moment möchte er nur in Ruhe gelassen werden und bekommt Angst, wenn z.B. einer der Jungspunde der Gruppe mit ihm spielen möchte. Wenn ihn alle in Ruhe lassen, bewegt er sich zwischen den Hunden, als seien sie gar nicht da. Ein bereits vorhandener ruhiger Hund im neuen Zuhause wäre jedoch kein Problem und wer weiß, vielleicht würde er es mit der Zeit zu schätzen lernen, einen Hundekumpel zu haben.
Was für ein Zuhause braucht Izzy also? Er braucht im Idealfall
Er ist ein süßer, kleiner Knopf, der endlich ein Zuhause braucht, in dem er gefördert, gefordert und respektiert wird.
November 2024:
Hier kommt Izzy, der ein neues Zuhause sucht, in dem man wieder Zeit für ihn hat. Seine eigene Familie, die sich grundsätzlich nicht schlecht um ihn gekümmert hat (komplett geimpft, entwurmt, gegen Zecken/Flöhe behandelt, mit Hundefutter und nicht mit Speiseabfällen gefüttert), findet nicht einmal mehr Zeit regelmäßig mit ihm spazieren zu gehen. Wir sind in einem Land, in dem Tiere (meistens kleinere Rassehunde) als Spielzeug für die Kinder gekauft werden. Sobald die Kinder älter werden oder Hund nicht mehr der niedliche kleine Welpe ist, geht das Interesse verloren und nicht wenige dieser Hunde verbringt das restl. Leben mehr schlecht als recht z.B. auf einem Balkon mit Pippiunterlagen, damit man nicht so oft vor die Tür gehen muss - ist ja alles recht lästig.
Nun ja, vielleicht hat Izzy ja Glück und sein zweites Leben kann bald in einem Zuhause beginnen, in dem man weiß, was es bedeutet, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen und zwar nicht nur für 4 Jahre sondern bis zum Lebensende!
Pudel sind grundsätzlich recht lebhaft, gelehrig, schwimmen häufig gerne, da sie ganz früher als Wasserhunde für die Jagd auf Enten eingesetzt wurden. Später, im 19. JH, traten sie oft im Zirkus auf, da sie sehr eifrige Lerner waren und dazu auch noch hübsch aussahen.
Vielleicht möchte jemand, gemeinsam mit Izzy, danach suchen, was ihm Spaß macht, was man für Kunstückchen lernen, wie man durch den Wald flitzen kann und wie man Freunde findet.
Vieles davon hat er in seinem Leben noch nie gemacht – es wird Zeit!
Wenn Sie Izzy ein liebevolles Zuhause schenken möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf oder füllen Sie gleich unser Bewerbungsformular aus.
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